Machchafushi Island Resort: Unser zweiter Besuch auf der Malediven-Insel im Süd-Ari-Atoll

Im Frühjahr 2016 reisten mein Mann und ich mit einem kleinen blinden Passagier auf die Malediven, denn ich war im sechsten Monat schwanger mit unserer Tochter. Wobei „blind“ nicht ganz der richtige Begriff ist, denn ganz konnte ich den Passagier damals natürlich nicht verbergen, und das wollte ich eigentlich auch gar nicht. Eine Station der Reise war das Machchafushi Island Resort, das damals noch den Namen Centara Grand Island Resort trug. Schon damals erschien uns die Insel perfekt für Familien, und wir träumten davon, irgendwann mit unserer kleinen Maus wiederzukommen. Heute hat das Resort zwar einen anderen Namen, aber das Machchafushi Island Resort gehört noch immer zur Centara-Gruppe, mit der wir schon wunderschöne Erinnerungen zu zweit und auch zu dritt sammeln durften. Neun Jahre nach unserem ersten Besuch war es so weit: Wir reisten wieder auf diese bezaubernde Mini-Insel im Süd-Ari-Atoll mit atemberaubenden Riffen, wunderschönen Stegen und einer Atmosphäre, die uns damals wie heute verzaubert hat. (Werbung: Zum Aufenthalt wurden wir von Centara eingeladen.)

The Centara Collection: Ab auf die Insel mit dem Wasserflugzeug
Meine Vorfreude war einfach riesig, als wir auf unser Wasserflugzeug zur Insel gewartet haben. Unzählige Fotos von unserem Aufenthalt vor neun Jahren haben wir uns angeguckt und ich konnte es gar nicht glauben, dass ich meinem gar nicht mehr so kleinen Baby die Insel gleich zeigen würde, die sie damals schon in meinem Bauch besucht hat. Der Flug mit dem Wasserflugzeug gehört für uns jedes Mal zu den schönsten Momenten einer Maledivenreise. Die unzähligen kleinen Inseln, die schimmernden Lagunen und die verschiedenen Blautöne des Indischen Ozeans sind aus der Luft einfach atemberaubend. Nach ungefähr 25 Minuten tauchte Machchafushi Island unter uns auf und schon von oben sahen wir das türkisfarbene Hausriff, die Wasservillen und die üppig grüne Insel. Als wir auf dem Steg ankamen, fühlte es sich fast so an, als würden wir an einen vertrauten Ort zurückkehren.

Machchafushi Island – klein, aber oho
In den ersten Stunden nach unserer Ankunft war ich ständig damit beschäftigt, auf irgendwelche Stellen auf der Insel zu deuten und unserer Tochter begeistert zu erzählen, dass ich damals mit ihr in meinem Bauch schon war. Zum Glück fand sie diese Tatsache fast genauso faszinierend wie ich.

Machchafushi gehört nicht zu den großen Inseln der Malediven, und genau das macht für uns einen großen Teil ihres Charmes aus. Alles ist wunderbar überschaubar, die Wege sind kurz und trotzdem gibt es unglaublich viel zu entdecken. Die dichte tropische Vegetation verleiht der Insel eine herrlich natürliche Atmosphäre und im Vergleich zu unserem ersten Aufenthalt war sie in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich gewachsen. Zwischen den Palmen und den schattigen Wegen fühlten wir uns sofort wohl und hatten das Gefühl, angekommen zu sein.

Besonders schön fanden wir die Mischung aus lebendiger Urlaubsatmosphäre und absoluter Ruhe. Während tagsüber Kinder am Strand spielten oder Familien gemeinsam schnorcheln gingen, gab es überall kleine ruhige Plätze, an denen man einfach das Meer beobachten oder den Blick über die Lagune schweifen lassen konnte.

Wasservillen, aus denen Träume gemacht sind
Während unseres Aufenthalts wohnten wir in einer Wasservilla und jedes Mal, wenn wir die Tür öffneten, verschlug uns der Blick auf das türkisblaue Meer aufs Neue den Atem. Direkt von der Terrasse führte eine Treppe ins Wasser und unsere Tochter konnte es kaum erwarten, morgens als Erste die Fische unter unserer Villa zu entdecken. Unter unserer Wasservilla hatte ein Ammenhai seinen Schlafplatz und von unserem eigenen, kleinen Pool aus haben wir ihn jeden Morgen beobachtet.

Die Villen sind großzügig gestaltet und bieten ausreichend Platz für Familien. Besonders gefallen hat uns die Kombination aus natürlichem Design und modernem Komfort. Einzigartig war der weite, freie Blick, den wir von unserer Terrasse aus hatten. Gerade in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang entstand hier eine ganz besondere Stimmung, die wir noch lange in Erinnerung behalten werden.
Ein weiterer Moment für die Ewigkeit und für einmalige Fotos war unser Floating Breakfast, das uns an einem Urlaubsmorgen in die Wasservilla serviert wurde. Da planschten wir nun in unserem Pool über dem Indischen Ozean und futterten stundenlang. In unseren Köpfen ist das als ein absoluter Höhepunkt der Reise abgespeichert.

Die umwerfende Unterwasserwelt von Machchafushi Island
Einer der Gründe, warum wir unbedingt nach Machchafushi zurückkehren wollten, war das spektakuläre Hausriff, denn seit unserem letzten Besuch war ich schließlich von der ambitionierten Schnorchlerin zur ausgebildeten Freediverin aufgestiegen. Heute kann ich sagen, dass Machchafushi auf jeden Fall eines der allerbesten Hausriffe hat, die ich je gesehen habe.
Direkt von der Insel aus erreicht man mehrere Einstiege ins Riff und bereits nach wenigen Metern eröffnet sich eine faszinierende Unterwasserwelt. Bunte Korallen, unzählige Rifffische, Adlerrochen, Schildkröten und verschiedene Haiarten gehören hier beinahe zum Alltag. Hier findet man außergewöhnlich viele Tellerkorallen, eine unglaubliche Fischvielfalt und ein Riff, das so gesund wirkt, dass ich beim ersten Blick unter Wasser kurz aufgeschrien habe.

Ein großes Highlight waren für uns die Ammenhaie, die sich regelmäßig in der Nähe des Resorts blicken ließen. Diese beeindruckenden Tiere aus nächster Nähe zu erleben, ist unvergesslich und gehört zu den Momenten, die wir noch lange mit Machchafushi verbinden werden.

Restaurants, Bars und Ammenhaie
Kulinarisch hat uns Machchafushi Island ebenfalls ein weiteres Mal rundum überzeugt. Die verschiedenen Restaurants bieten genügend Abwechslung, sodass während des gesamten Aufenthalts nie Langeweile aufkam. Besonders schön fanden wir, dass sich jeder Restaurantbesuch angenehm entspannt anfühlte und wir als Familie überall herzlich willkommen waren.

Zum Frühstück genossen wir den Blick aufs Meer, mittags waren wir meistens am Buffet, und am Abend freuten wir uns jedes Mal auf die verschiedenen internationalen Spezialitäten in einem der verschiedenen Restaurants. Auch für unsere Tochter gab es immer etwas Leckeres zu entdecken und Sonderwünsche wurden jederzeit freundlich erfüllt.
Auch die Getränkekarte ließ keine Wünsche offen und jeder Drink wurde mit einem Lächeln serviert. Da unsere Tochter mit Begeisterung Barkeeperin spielt, war der Cocktailkurs eine willkommene Überraschung für uns alle. Die meiste Zeit durfte sie mit dem geduldigen Barkeeper Säfte und Sirups mischen, und wir haben die überraschend leckeren Kreationen dann probiert.

Ein beeindruckendes Erlebnis erwartete uns regelmäßig am Abend: Wenn sich rund um das Deck am Pool die Ammenhaie versammelten und gemächlich durch das Wasser glitten. Gemeinsam saßen wir oft lange dort, beobachteten die beeindruckenden Tiere und konnten uns kaum sattsehen. Diese Begegnungen gehören definitiv zu den schönsten Erinnerungen unseres Aufenthalts.

Aktivitäten, Ausflüge und Programm von Klein bis Groß
Auch wenn man auf den Malediven wunderbar einfach gar nichts tun kann, bietet Machchafushi Island viele Möglichkeiten, den Urlaub abwechslungsreich zu gestalten. Neben Schnorcheln und Tauchen werden zahlreiche Wassersportaktivitäten, Bootsausflüge und sportliche Angebote organisiert. Besonders schön fanden wir, dass sich auf Machchafushi sowohl Familien mit Kindern als auch Paare und Ruhesuchende gleichermaßen wohlfühlen können.

Ein Tier, das viele Menschen ins Süd-Ari-Atoll zieht, ist der Walhai. Deshalb werden auch von Machchafushi aus halbtägige Bootstouren angeboten, bei denen nach den sanften Giganten Ausschau gehalten wird. Auch viele andere Tauch-, Boots- und Schnorcheltouren kann man vom Resort aus unternehmen. Dank des großen Wassersportangebots und des zuckersüßen Kids Clubs wird es weder Groß noch Klein langweilig auf der Insel.
Eine entspannte Zeit kann man im Spa Cenvaree erleben. Herzstück des Spa-Bereichs ist der alte Banyan Tree, an den Gäste ihre Wünsche binden können. Auf der Insel wird täglich etwas geboten, sodass man ganz nach Wunsch aktiv sein oder einen sehr ruhigen Urlaub verbringen kann.

Auf Machchafushi Island als dreiköpfige Familie zurückzukommen war ein wunderschönes und emotionales Erlebnis. Immer wieder mussten wir daran denken, dass unsere Tochter diese Insel tatsächlich schon einmal besucht hatte – damals noch in meinem Bauch – und nun gemeinsam mit uns durch den Sand lief, im Meer schnorchelte und jeden Tag neue Abenteuer erlebte. Mit Kind hat uns die Insel sogar noch besser gefallen als beim ersten Besuch und die Jahre seit unserem letzten Besuch haben die Vegetation der Insel noch beeindruckender gemacht. Da aller guten Dinge drei sind, haben wir uns von Machchafushi Island verabschiedet mit dem festen Vorsatz, irgendwann wiederzukommen.







