Zehn Schnorcheltipps für blutige Anfänger

Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

Meine ersten Schnorchelversuche habe ich auf Hawaii unternommen. Sie waren mehr als nur holprig, und ich war mir danach sicher, dass ich einfach nicht für diese Sportart gemacht bin. Zwar habe ich es auch danach noch einige Male versucht, aber so richtig warm geworden bin ich mit Maske, Schnorchel und Flossen nicht. Die Tauchgänge endeten immer mit zu viel Wasser im Mund und in den Augen, und zu wenig Atemluft und aufregenden Unterwassersichtungen. Erst auf den Malediven wurde ich zur begeisterten Schnorchlerin. Genau dort habe ich auch gelernt, worauf es beim Schnorcheln wirklich ankommt. Liebend gerne hätte ich schon vorher jemanden gehabt, der mir all diese banal erscheinenden Tipps gegeben hätte, die ich nun hier mit Euch teile. Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

1. Maske und Schnorchel müssen perfekt passen.

Damit Ihr nicht wie ich anfangs mit massenweise Salzwasser in der Nase und in den Augen endet, solltet Ihr darauf achten, dass Eure Maske und Euer Schnorchel sehr gut passen. Bei der Anprobe der Maske ist es am sinnvollsten, diese ohne den Gummibund um den Kopf ans Gesicht zu legen, und dann einzuatmen, sodass die Maske angesaugt wird (mit dieser Technik setzt Ihr die Maske dann auch später vor dem Schnorcheln auf). Sie sollte so schon gut am Gesicht halten. Das Mundstück des Schnorchels sollte bequem im Mund liegen, und Eure Lippen solltet Ihr problemlos drum herum schließen können. Wenn Ihr ins Wasser geht, achtet darauf, dass keine Haare zwischen Gesicht und Maske eingeklemmt sind, sonst wird diese undicht. In Hotels und an Urlaubsorten kann man meistens Schnorchelausrüstung leihen. Das nutzen wir gerne, da das Equipment in der Regel sehr hochwertig ist. Falls Ihr Euch Euer eigenes Set zulegen möchtet, solltet Ihr Euch beraten lassen oder belesen, und es bestenfalls vor dem Kauf probetragen. Viele Sets in verschiedenen Preisklassen und mit ausführlichen Bewertungen gibt es zum Beispiel hier. Momentan im Trend sind diese Vollmasken – auch wenn sie etwas witzig aussehen, schwören viele darauf.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

2. Übt das Atmen vorher.

Mir fiel das Atmen durch den Schnorchel anfänglich sehr schwer. Ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen, und habe deshalb viel zu schnell und hektisch geatmet. Das geht vielen bei den ersten Schnorchelversuchen so. Es ist einfach ungewöhnlich und widerspricht unserem Verstand, unter Wasser zu atmen. Mir hat es geholfen, die Maske zunächst an Land aufzusetzen und einige Minuten durch den Schnorchel zu atmen. Es kann auch helfen, den Kopf das erste Mal im Pool oder in sehr flachem Wasser mit Schnorchel unterzutauchen. Nach wie vor lege ich Maske und Schnorchel vor jedem Abtauchen an, nehme in Ruhe einige Atemzüge über Wasser, und gleite dann langsam mit dem Gesicht unter Wasser.

3. Sorgt für klare Sicht durch die Maske.

Nichts ist ärgerlicher als eine stark beschlagene Maske durch die man kaum sieht. Es gibt einige Tricks, die für klare Sicht sorgen sollen. Für mich hat sich der Seifentrick bewährt. Dazu gibt man einfach etwas Seife oder Shampoo in die Maske und spült sie dann mit klarem Wasser aus. Da bei mir selbst die geringsten Mengen Salzwasser sehr in den Augen brennen, achte ich penibel darauf, die Maske nicht vor dem Aufsetzen ins Meer zu tauchen oder während des Schnorchelns darin auszuspülen. Falls die Maske währenddessen beschlägt, setzte ich sie kurz ab ohne sie ins Wasser zu halten, damit das Beschlagene an der Luft verschwindet, und setze sie dann wieder auf.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

4. Versucht es nicht ohne Flossen.

Schnorcheln ohne Flossen ist viel zu beschwerlich, und man kommt nur sehr langsam voran. Die Flossen sind im Wasser Gold wert, und ich bin der Meinung, man sollte nie ohne sie schnorcheln. Durch sie gleitet man sanft und mühelos, und kann ohne viel Kraftanstrengung große Strecken zurücklegen.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

5. Eine Schwimmweste erleichtert das Schnorcheln.

Gerade wenn man auf dem offenen Meer weiter weg vom Land schnorcheln möchte, kann der Wellengang manchmal zur Schwierigkeit werden. Hier kann eine Schwimmweste sehr helfen. Mit ihr treibt man mühelos an der Wasseroberfläche ohne sich anstrengen zu müssen, und kann sich so voll und ganz auf die schöne Unterwasserwelt konzentrieren. Gerade Schnorchelanfängern fallen die ersten Versuche mit Schwimmweste oft leichter.

6. Geht an einer tiefen Stelle oder rückwärts ins Wasser.

Es ist gar nicht so einfach, mit Flossen ins Wasser zu gehen. Wenn möglich, versucht über einen Steg oder einen anderen Einstieg an einer tieferen Stelle ins Wasser zu kommen, sodass Ihr direkt losschwimmen könnt. Falls es unvermeidbar ist, über den Strand ins Meer zu gehen, dann lauft rückwärts. So geht es sich mit Flossen viel leichter.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

7. Lasst die Arme ruhig am Körper.

Als Schnorchler will man die Fische beobachten und nicht verscheuchen. Deshalb solltet Ihr versuchen, Euch so ruhig wie möglich unter Wasser zu bewegen und hektische Bewegungen zu vermeiden. Die Arme könnt Ihr entweder an Eure Seite legen, oder aber die Hände hinter dem Rücken zusammenlegen oder vor der Brust verschränken. Aufgrund der Flossen braucht man die Arme ohnehin nicht zur Fortbewegung.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

8. Man schnorchelt immer an der Riffkante entlang.

Dieser Tipp mag für viele von Euch vielleicht sehr banal klingen, aber ich wäre damals froh gewesen, wenn ihn mir irgendjemand verraten hätte. Für alle, die ebenso ahnungslos sind wie ich es damals war, hier also dieser essentielle Hinweis, falls Ihr an einem Ort mit richtigem Korallenriff seid: Man schnorchelt an der Riffkante entlang. Das ist die Stelle, an der das Riff ins offene Meer übergeht, und an der das Wasser wie nach einer großen Treppenstufe plötzlich sehr tief wird. An dieser Stufe entlang schnorchelt es sich am besten. Wenn man zu weit ins Riff hinein schnorchelt, läuft man Gefahr, die Korallen zu berühren (was nicht nur für die Korallen sondern auch für uns Menschen schmerzhaft ist), und wenn man sich zu weit von der Kante in Richtung offenes Meer entfernt, gibt es nichts zu sehen, weil der Grund nicht mehr erkennbar ist.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

9. Lasst Euch mit der Strömung treiben.

Beobachtet oder erkundigt Euch, in welche Richtung die Strömung geht. In diese Richtung solltet Ihr Euch dann beim Schnorcheln treiben lassen, weil Ihr Euch so ohne viel Anstrengung fortbewegen könnt. Das gilt aber nur, wenn die Strömung nicht zu stark ist. Bei starker Strömung läuft man Gefahr, abzutreiben, oder eine zu große Strecke zurückzulegen. Informiert Euch bestenfalls im Wassersportzentrum oder bei Rettungsschwimmern über die aktuellen Bedingungen.

10. Vergesst nicht den Rückweg.

Falls Ihr nicht über den Strand sondern über einen Einstieg ins Wasser gelangt, über den Ihr auch wieder aussteigen müsst, solltet Ihr niemals den Rückweg unterschätzen. Gerade wenn man sich mit der Strömung treiben lässt, verkennt man schnell mal die zurückgelegte Strecke. Taucht deshalb immer zwischendurch auf und guckt, wie weit Ihr schon vom Einstiegspunkt entfernt seid. Bedenkt dabei, dass es sich zurück gegen die Strömung schwerer schwimmen lässt, und dreht nicht erst um, wenn Ihr schon erschöpft seid.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

In den letzten Jahren habe ich mich trotz meiner anfänglichen Skepsis zur leidenschaftlichen Schnorchlerin entwickelt. Während unserer Malediven-Reisen haben mein Mann und ich gefühlt mehr Zeit mit dem Kopf unter als über Wasser verbracht – so auch beim letzten Aufenthalt, obwohl ich zu dieser Zeit im siebten Monat schwanger war (wie man auf den Fotos sieht). Zuletzt noch ein kleiner Bonus-Tipp, der aber für gesundheitsbewusste Urlauber sowieso selbstverständlich sein sollte: Vergesst die Sonnencreme nicht. Die Sonne knallt beim Schnorcheln sehr stark auf den Rücken und die Hinterseite Eurer Beine, und unter Wasser vergisst man schnell mal die Zeit. Verwendet deshalb einen hohen Lichtschutzfaktor, oder zieht Euch vielleicht sogar ein T-Shirt an.Schnorcheltipps für Anfänger - Reiseblog ferntastisch

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