Warum das Reisen mit Kind noch viel schöner ist

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„Wenn Euer Baby erstmal da ist, dann ist es vorbei mit dem vielen Reisen.“ Wenn ich für diesen Satz während der Schwangerschaft jedes Mal einen Euro bekommen hätte, könnten wir uns jetzt wahrscheinlich für ein Jahr auf Hawaii zur Ruhe setzen. Auch wenn für uns immer klar war, dass wir auch mit Kind weiterhin reisen würden, so hat dieser Satz und das wahlweise spöttische oder mitleidige Lächeln, das ihn begleitet hat, doch ab und an einen schalen Beigeschmack hinterlassen. Ohne es zu wollen, dachten wir darüber nach, ob das Reisen mit Kind denn wirklich so schlimm sein würde, wie die Mehrheit behauptete. Nachdem wir innerhalb der letzten zwölf Monate mit unserem Kind zehn Länder auf vier Kontinenten bereist haben, trauen wir uns jedoch, ein Urteil zu fällen. Es lautet: Das Reisen ist für uns mit Kind noch viel schöner. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Wir nehmen uns mehr Zeit

Während wir früher öfter mal von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit oder von Traumstrand zu Traumstrand gehetzt sind, machen wir jetzt langsamer. Die Erkenntnis, dass man mit Kind noch viel mehr Tempo herausnehmen muss als erwartet, kam bei unserer ersten Reise, die nach Dubai ging. Heute peilen wir auf unseren Reisen deutlich weniger Ausflugsziele und Attraktionen an. Diejenigen, die wir besuchen, wählen wir aber sehr bewusst aus und genießen sie viel mehr als früher. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Wir sind immer zusammen

Wenn wir gemeinsam verreisen, sind wir bis auf ganz wenige und kurze Ausnahmen 24 Stunden am Tag zusammen. Anders ist es bei einem daheim verbrachten Urlaub, denn hier ist mindestens die Hälfte des Tages einer von uns auf Achse, um schnell einkaufen oder zum Sport zu gehen, oder andere Erledigungen zu machen. Auf Reisen machen wir eigentlich alles zusammen. Die Tage, die wir auf Reisen verbringen, sind dementsprechend intensiv für uns, und schweißen uns als Familie noch mehr zusammen. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Wir staunen so viel

Mit Kinderaugen sieht die Welt nochmal ganz anders aus. Wir haben bereits so viel Schönes entdeckt und erlebt, wenn wir nur den begeisterten Blicken, den aufgeregten Fingerzeigen und dem schnellen Krabbeln unserer Tochter gefolgt sind. Plötzlich kann man Stunden damit verbringen, Fische im Wasser zu beobachten oder Sand durch die Finger rinnen zu lassen, und merkt erst dabei, wie schön das eigentlich ist. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Wir lachen ständig

Eigentlich dachten wir schon bevor wir Eltern wurden, dass wir ziemlich viel zu lachen hatten. Doch jetzt mit Kind kommen wir aus dem Lachen kaum noch heraus. Auf Reisen gibt es für uns immer besonders viele Situationen, über die wir noch Wochen später lachen können. Zum Beispiel, wenn unsere Tochter überzeugt ist, dass Sand die leckerste Nascherei der Welt ist, wenn der Sand beim Krabbeln so sehr an den Knien pikst, dass eine neue Fortbewegungsmethode entwickelt wird, oder wenn das lässige Winken des Lieblingskellners imitiert wird. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Wir sind unendlich stolz

Stolz sind Eltern auf ihre Kinder ja sowieso immer. Wenn unsere Tochter aber mal wieder einen Langstreckenflug ohne einen Mucks absolviert hat, sich begeistert von uns mit exotischen Speisen füttern lässt, die Hotelangestellten zum Dahinschmelzen bringt, und sich mehr als wir es je könnten auf eine neue Destination einlässt, können wir unser Glück kaum fassen. Dann sind wir einfach unglaublich stolz, dass unsere Kleine unsere Leidenschaft für ferne Länder zu teilen scheint und eine so wunderbare Bereicherung für unsere Reisen ist. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Wir schaffen unbezahlbare Erinnerungen

Für uns wurde sehr schnell klar, dass alle (wenn auch geringen) anfänglichen Sorgen bezüglich des Reisens mit unserer Tochter unbegründet waren. So konnten wir uns praktisch sofort darauf einlassen, unsere gemeinsamen Reisen mit Leib und Seele zu genießen. Auch wenn unsere Tochter sich nicht direkt an die bisherigen Reisen erinnern können wird, so hat sie doch schon jetzt viel davon mitgenommen. Sie hat auf Reisen Namen von Tieren gelernt, die sie zuhause wahrscheinlich nicht so früh aufgeschnappt hätte, und bricht bei Bildern von Haien, Walen und Schildkröten auch jetzt noch in Begeisterungsstürme aus. Sie hat sich unterwegs einen englischen Abschiedsgruß angewöhnt, den sie nach wie vor beharrlich auch zuhause verwendet. Sie isst mit Leidenschaft Scharfes, wird aufgeregt beim Anblick eines Flugzeugs, und liebt es, Fotos unserer Reisen anzugucken. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

Auch wenn sie zuhause in derselben Zeit genauso viele andere Dinge aufgeschnappt und gelernt hätte, so sind wir doch glücklich und stolz, dass sie das Reisen schon jetzt auf gewisse Weise prägt. Das Reisen ist seit Jahren unsere größte Leidenschaft, und deshalb sehen wir es als größte Erfüllung, beinahe schon Pflicht an, unsere Tochter daran teilhaben zu lassen. Vielleicht werden in Zukunft noch Zeiten kommen, in denen das Reisen mit Kind sich schwieriger gestalten und für uns alle anstrengender sein wird. Vielleicht aber auch nicht. Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch Reisen mit Kind Fernreisen mit Baby - Reiseblog ferntastisch

1 Kommentar

  1. Mila

    Als ich eben euer Instagram Profil entdeckt habe (drauf geklickt, als ich in einem Kommentar bei frauhibbel gesehen hab dass du auch alle harry Potter Bände 5-10 mal gelesen hast ;)) und zu den schwangerschaftsbildern runter gescrollt hab, hab ich schön überlegt wie oft wohl in den Kommentaren dieser Satz kommt. Gerne gefolgt von „davon hat doch das Kind nichts.“ Quatsch. Das Kind hat zwei entspannte, glückliche Eltern 24 Stunden lang um sich rum. Alles richtig gemacht!
    Und unsere Tochter ist jetzt 2,5 und bis jetzt ist das reisen noch nicht unentspannter geworden!

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